Sicherlich hat es schon vor dem Jahr 1882 beherzte Männer gegeben, die, aus Gründen der christlicher Nächstenliebe und von Kameradschaft und Nachbarschaftshilfe motiviert, bei Feuersnot selbstlos und uneigennützig zugegriffen haben.

Nach mündlicher Überlieferung  soll bereits um das Jahr 1860 eine Freiwillige Feuerwehr Ammerthal existiert haben.

Die Gründungsurkunde jedoch nennt das Jahr 1882. Sie ist die erste schriftliche Nennung der Ammerthaler Feuerwehr und daher so etwas wie ein Taufschein oder eine Geburtsurkunde.

 

 

Es war genau am 7. Oktober 1882

Der Gründung folgte auf dem Fuß, das Bemühen um einen systematischen Aufbau der Freiwilligen Feuerwehr, der auch vor 125 Jahren nicht ohne „Papier und Büro“ möglich war. Nach der Beratung durch höhere Stellen und nach der Beschaffung der notwendigen Bücher und Unterlagen ließen sich ein Jahr später am 7. Oktober 1883 mehrere Ammerthaler Bürger offiziell in die Feuerwehr aufnehmen. Für sie und viele andere mag dies ein Leben lang ein denkwürdiger Tag gewesen sein. Aus der noch vorhandenen ältesten Stammliste können diese Männer hier aufgeführt werden.

 

 

 

Erstes Protokollbuch der Feuerwehr Ammerthal im Jahre 1882.

Auszug aus dem Staatsarchiv Amberg vom 6. August 1916

„Erbauung eines neuen Feuerhauses“


„Bisher wurde die Feuerspritze in einem Gebäudeteil des Gastwirtanwesens in Oberammerthal untergebracht. Der Besitzer Matthias Eder entfernt nun diesen bei dem Umbau des Wohnhauses. Die Gemeinde ist gezwungen ein Häuschen für die Unterbringung der Feuerspritze und der Feuerlöschutensilien zu erbringen.“
Die Gemeindeverwaltung sucht nach einem geeignetem Bauplatz durch einen „Ingenieur“, der auch die Pläne einschließlich Kostenvoranschlag „gütigst“ anfertigen soll.
„Der stellvertretende Bürgermeister hat den Obst- und Hausgarten des Karl Schinhammer, Haus-Nr. 35 in Oberammerthal als geeigneten Platz für die Erbauung eines Feuerhauses ausfindig gemacht. Dieser Platz liegt in der Nähe des abzugebenden Feuerhauses, welches in der Mitte der Ortschaft Oberammerthal an drei nach verschiedenen Richtungen führenden Wegen steht. Derselbe ist frei und sonnig und für den beabsichtigten Zweck geltend, muss jedoch erst erworben werden, da auf Gemeindegrund kein geeigneter Platz zur Verfügung steht. Über den Ankauf von nur 1 1/2 Dezimal Grund von Haus-Nr. 35 hätte daher die Gemeinde zu beschließen und diese Erbauung durchzuführen, damit die Anfertigung des Planes bewerkstelligt werden kann.“

Am 10. September 1916 wurde im Gemeindeausschuss über den Bau des „Feuerhauses“ abgestimmt und der Antrag zum Bau mit 26 Stimmen ohne Gegenstimme angenommen.

 

Vertrag vom 11. September 1916

„Zur Erbauung eines Feuerhauses wird der zu benötigende Platz im Obst- und Grasgarten des Karl Schinhammer in Oberammerthal Haus-Nr. 35 käuflich erworben. Nachdem dieser Platz nach amtstechnischen Gutachten als einzig geeignet ist. Für die benötigte Fläche zu 1 1/2 Dezimal wird dem Karl Schinhammer der Betrag von 50 Mark ausbezahlt.
Zugleich wird die Erbauung des Feuerhauses und die Aufnahme des nötigen Geldes vom Darlehenskassenverein hiermit beschlossen. ...“

Es folgte ein weiterer Bericht an das königliche Bezirksamt Amberg, „dass mit dem Bau wegen Mangel an Handwerksleuten nicht begonnen werden konnte. Die Vordringlichkeit des Baues ist auch gegenwärtig nicht mehr in dem Maße vorhanden, wie im August letzten Jahres. Da der Gastwirt Eder aus dem gleichen Grunde den Hausumbau in diesem Jahre nicht mehr vornehmen kann und der Raum für die Feuerspritze immer noch zur Verfügung steht, wird der Bau des Feuerhauses im Laufe des nächsten Jahres zur Ausführung kommen.“

Am 10. Juni 1917 wird der Bau wegen „Baumeister- und Handwerkermangel, Baumaterial und den Kosten von 3000 Mark nach Friedensschluss verschoben.“

Im Jahre 1920 kommt folgende Antwort auf die Anfrage, wie weit der „Feuerhausbau“ verschoben wird: „Der Bau wird wegen der hohen Kosten ein bis zwei Jahre zurückgestellt. Die Feuerspritze ist zur Zeit in einem eigens von der Gemeinde mit Bretter verschlagenen und verschließbaren Raum im Nebengebäude des Johann Graßer in Oberammerthal untergebracht. Der Raum ist von außen zugänglich.“

Wann dieses „Feuerhaus“ letztlich gebaut wurde, lässt sich aus den Unterlagen im Staatsarchiv Amberg nicht ermitteln.

 

Im Hintergrund das "Erste Feuerwehrhaus"

 

1965

 

Jahr für Jahr hat sich denn die Freiwillige  Feuerwehr Ammerthal aufwärts entwickelt. So beschloss der damalige Gemeinderat im Jahr 1965 ein neues Gerätehaus zu bauen und ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug mit einer größeren Motorspritzen TS 8 anzuschaffen.

 

 

 

 

1978

 

Auf Grund der Sprunghaften Aufwärtsentwicklung der Gemeinde durch die Ausweisung von Siedlungsgebieten, war der Feuerschutz mit den vorhanden Geräten nicht mehr gewährleistet. Daher beschloss der Gemeinderat im Jahre 1976 ein neues Gerätehaus zu bauen, das im Jahr 1978 mit 3723 Arbeitsstunden der Feuerwehrmitglieder am 20.06.1978 eingeweiht werden konnte.

 

 

 

 

 

 

 

1982

 

Auch das Löschfahrzeug war den Anforderungen nicht mehr gewachsen, und so beschloss der Gemeinderat im September 1981 zum Gründungsfest 1982 ein größeres LF 8 der Freiwilligen Feuerwehr zu übergeben.

 

 

 

 

2005

 

Wegen Platzmangels und Baufälligkeit des alten Feuerwehrhauses zogen wir im September 2005 ins neue Feuerwehrhaus in die Ambergerstraße.

 

 

 

 

 2011

 

Einweihung des neuen Feuerwehrfahrzeug LF 10/6

 

 

 

 

   
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